Maker Spaces: Offene Lernräume für kollaboratives, kreatives Arbeiten

Raum für neue Ideen: Das sind Maker Spaces
Maker Spaces sind offene Lernräume, die einen einfachen Zugang zu Werkzeugen, Technologien, Materialien und Know-how bieten und so einen gezielten Raum für kollaboratives und interdisziplinäres Arbeiten bilden. In diesen Ermöglichungsräumen wird projektorientiert, experimentell und kreativ gearbeitet – mithilfe von verschiedenen digitalen sowie analogen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel 3D-Druckern, Fräsern, Lasercuttern oder Plottern für handwerkliches Arbeiten, Kameras und Greenscreens zur Produktion von Filmen und Videos sowie mit Laptops und Tablets zum Programmieren und Visualisieren. Durch das Teilen von Gelerntem und durch das Meistern von Herausforderungen werden unterschiedlichste Fähigkeiten und Zukunftskompetenzen der Lernenden gefördert. Dem Konzept des forschenden Lernens folgend, tragen die Maker Spaces durch den freien und niedrigschwelligen Zugang zur Bildungsgerechtigkeit bei. Ziel ist es, die Maker Spaces auch in den Regelunterricht zu integrieren und damit Schulentwicklung nachhaltig zu gestalten.
Langfristige Grundlage schaffen
„Wir freuen uns, mit unseren Partnern ROSSMANN und dem Deutschen Kinderhilfswerk. Unsere Schulen müssen sich an vielen Stellen ändern und fit für die Zukunft machen. Dabei darf ‚beteiligungsorientierte Schulentwicklung‘ nicht nur ein Schlagwort unter vielen bleiben, sondern muss gemeinsam mit den Schüler:innen gelebt werden. Dafür können die Maker Spaces eine gute Grundlage bilden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Wie auch in der Arbeitswelt, sind in unseren Schulen kreatives und kooperatives Arbeiten für neue Ideen und Denkweisen mehr denn je gefragt. Dabei ist Bildung für die Menschen und den Standort Deutschland entscheidend – für Forschung und Entwicklung, für Innovation und auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Somit ist das Thema Schulentwicklung ein echter Standortfaktor für Deutschland“, sagt Astrid Teckentrup, Vorsitzende der Geschäftsführung D-A-CH bei Procter & Gamble.


Zeitgemäß lernen: Fokus auf digitaler Bildung
„Neben der technischen Ausstattung brauchen unsere Schulen genügend Freiräume, um allen Kindern chancengleich Zugang zur kreativen und innovativen Bildung zu ermöglichen. In der offenen Lern- und Experimentierumgebung von Maker Spaces, die #wirfürschule an so vielen Schulen wie möglich, deutschlandweit etablieren möchte, ist das möglich“, erklärt Verena Pausder, Co-Initiatorin von #wirfürschule und Expertin für digitale Bildung.
„Mit der Initiative ‚Zukunft Mitgemacht‘ und der Förderung innovativer Lernformate möchten wir Schülerinnen und Schülern eine zeitgemäße Form des Lernens ermöglichen. Stures Auswendiglernen von Wissen ohne nachvollziehbaren Praxisbezug muss der Vergangenheit angehören. Aufgabe von Schulen ist es heutzutage mehr denn je, die Freude am Forschen, Experimentieren, Entdecken und Lernen wecken. So können die jungen Menschen zu kreativen und selbstbestimmten Gestalterinnen und Gestaltern werden“, so Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung der Dirk Rossmann GmbH.
Berichte von drei Gewinnerschulen aus der Förderrunde 2023
Isaac Newton Schule Berlin
Hier steht der Maker Space im Wahlpflichtkurs „Fit for Future“ im Mittelpunkt. Die Schule hat bereits einen Design-Thinking-Workshop mit der gesamten Schulgemeinschaft durchgeführt, der einfallsreiche Problemlösungen zum Ziel hatte. Jetzt arbeitet das Maker-Space-Team mit dem Kreativ- und Bildungszentrum „Gelbe Villa“ zusammen, denn dort gibt’s Expertenrat in allen technischen Fragen.


Realschule Plus in Meisenheim
Auch hier erfolgte ein kreativer Design-Thinking-Workshop, bei dem getreu dem Motto „Geht nicht – geht nicht!“ vier beeindruckende Prototypen für den schuleigenen Maker Space entstanden sind. Nun wird das Maker-Space-Team, das aus Schüler:innen, Lehrkräften und Mitarbeitenden besteht, einen dieser Prototypen auswählen und umsetzen.
Pfrimmtal-Realschule Plus in Rheinland-Pfalz
Der Maker Space der Schule befindet sich im Computerlabor, hier können z. B. für das Profilfach Musiktheater gefilmte Szenen geschnitten und vertont werden. Ein neu entwickeltes Schulkonzept fokussiert sich auf die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Lernenden sowie auf die selbstständige Auswahl von Lernwegen. Zwei Teams aus Lehrkräften, Schüler:innen und Schulleitung arbeiten daran.










